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17. Februar 2026

Alternative Legionellenbekämpfung in Warmwassersystemen

Alternative Legionellenbekämpfung in Warmwassersystemen

Energiekostenersparnis durch alternative Managementmaßnahmen

Um die Entwicklung von Legionellen in Sanitärsystemen zu beherrschen, haben das WTCB und das VITO das „Handbuch der besten verfügbaren Techniken zur Legionellenbekämpfung", kurz das BVT-Handbuch, erstellt (https://www.zorg-en-gezondheid.be/handboek-bestbeschikbare-technieken-voor-legionellabeheersing). Die darin beschriebenen Techniken (BVT) zielen darauf ab, die Entwicklung von Legionellenbakterien in den Verteilungsanlagen von Sanitärwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden zu vermeiden. Diese Techniken sind darauf ausgerichtet, die Wassertemperaturen außerhalb des Intervalls von 25°C bis 55°C zu halten. Die Standardmaßnahme zur Legionellenbekämpfung im Warmwasser ist die Temperaturkontrolle, was bedeutet, dass sanitäres Warmwasser auf einer Temperatur von mindestens 60°C gehalten wird.

Das Departement Zorg (Flämisches Departement für Pflege) hat mehrere alternative Verwaltungsmaßnahmen anerkannt, die eine Abweichung von dieser Standardmaßnahme ermöglichen. Der Vorteil ist zweifach.

Erstens können Einsparungen bei der Investition in eine sekundäre Heizphase erzielt werden. Wenn die Warmwassertemperatur auf 50°C begrenzt werden kann, reicht es aus, mit einem Wärmeatauscher zu arbeiten, um diese Temperatur zu erreichen. Wenn eine Warmwassertemperatur von 60°C erforderlich ist, muss daher eine sekundäre Heizphase installiert werden.

Zweitens sind die Heizkosten bei einer Senkung der Warmwassertemperatur erheblich niedriger. Zwei unabhängige Studien belegen dies. In der Doktorarbeit „Gekoppelte thermohydraulische und biologische Modellierung von Legionella pneumophila in Warmwassersystemen von Wohngebäuden" von dr ir Elisa Van Kenhove, 2019, wurde untersucht, wie groß der Unterschied im Energiebedarf ist zwischen dem Halten einer konstanten Warmwassertemperatur von 60°C und einer Warmwassertemperatur von 37°C, abgewechselt mit Hitzeschocks. Daraus ergab sich eine Energieeinsparung von 38%. Eine zweite Studie, durchgeführt von Unica Energy Solutions und vorgestellt auf der Aqua Nederland 2022, berechnete, dass eine konstante Senkung von 65°C auf 55°C eine Einsparung von 31% beim Energiebedarf ergab. Die 32% geringeren CO2-Emissionen waren ein zusätzlicher Gewinn.

Um die Legionellenbildung bei reduzierter Temperatur zu verhindern, wird heute nur die chemische Wasserdesinfektion als sichere Lösung akzeptiert. Der Ansatz mit der Konax® Easydis Unit fällt unter diese Kategorie. Andere alternative Techniken werden weiter entwickelt und bewertet.

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